KURZ ERKLÄRT
Das Grundprinzip
Bei vielen beidseitig gedruckten Büchern lässt sich die Rückenbreite näherungsweise als Blattzahl × Papierdicke verstehen. Die Blattzahl entspricht meist Seitenzahl ÷ 2. Das ist eine Schätzung – Bindung, Material und Herstellungsverfahren können die reale Vorgabe verändern.
Verbindlich ist immer die aktuelle Umschlagvorlage oder der Rechner der gewählten Druckerei für genau dieses Format, Papier und Bindeverfahren. Nutze niemals einen allgemeinen Onlinewert ungeprüft als Produktionsmaß.
SCHRITT FÜR SCHRITT
Vom Buchblock zum korrekten Umschlag
Berechne den Rücken nicht aus der Word-Seitenzahl. Erst der gesetzte Druck-PDF-Buchblock liefert den maßgeblichen Umfang.
Endformat und Druckanbieter wählen
Format, Papier und Bindung gehören zusammen. Ein 13,5 × 21,5 cm Paperback kann bei zwei Anbietern unterschiedliche Umschlagvorgaben erhalten, wenn Papier oder Fertigung abweichen.
- Endformat eindeutig festgelegt
- Paperback oder Hardcover geklärt
- Anbieter und Produktvariante bekannt
Aktuellen Buchblock erzeugen
Schriften, Ränder, Zeilenabstand, Kapitelanfänge und Bilder beeinflussen die Seitenzahl. Erzeuge deshalb den vollständigen Druck-PDF-Buchblock mit allen Titelei- und Schlussseiten.
- Alle Seiten enthalten
- Leerseiten bewusst gesetzt
- Gerade Seitenzahl und Druckprofil kontrolliert
Seitenzahl in Blattzahl einordnen
Bei beidseitigem Druck ergeben zwei Seiten in der Regel ein Blatt. Für eine reine Näherung wird die Seitenzahl daher durch zwei geteilt und mit der Papierdicke pro Blatt multipliziert.
- Seitenzahl stammt aus finalem PDF
- Nicht Wörter oder Word-Seiten verwenden
- Papierwert in derselben Einheit rechnen
Anbieterwert statt Annahme einsetzen
Papiergewicht in g/m² ist nicht identisch mit Papierdicke in Millimetern. Verwende einen vom Anbieter genannten Rückenfaktor, eine Papierdicke oder direkt dessen Cover-Rechner.
- g/m² nicht als Millimeter behandeln
- Produktionsspezifischen Faktor nutzen
- Aktualität der Vorlage prüfen
Gesamtumschlag aus der Vorlage ableiten
Der vollständige Umschlag umfasst Rückseite, Rücken und Vorderseite sowie die vom Anbieter geforderten Beschnitt- und Sicherheitsbereiche. Die Rückenbreite allein ist noch kein vollständiges Umschlagmaß.
- Beschnitt an allen geforderten Kanten
- Rückentext innerhalb der Sicherheitszone
- Barcodebereich nicht übergestalten
Nach jeder Umfangsänderung neu prüfen
Schon ein geänderter Zeilenabstand oder zusätzliche Titelei kann die Seitenzahl verändern. Erzeuge Buchblock und Umschlag deshalb als zusammengehörigen Stand neu und nutze anschließend die Druckerei-Vorschau oder einen Proof.
- Seitenzahl erneut ablesen
- Rücken und Gesamtbreite aktualisieren
- Finale Anbieterprüfung vor Bestellung
FEHLERBILDER
Typische Rechen- und Produktionsfehler
QUELLEN & GRENZEN
Verbindliche und praktische Quellen
BOOKPASS
Buchblock und Umschlag gehören zu demselben Stand.
Mit epubio siehst du, wenn eine Änderung am Inhalt eine neue Druckprüfung erfordert.